Pension Schöller

Philip Klapproth, ein wohlhabender Pensionär, möchte gerne einmal von seinem Neffen Alfred, dem er dafür finanzielle Unterstützung bei einer Geschäftsgründung anbietet, eine Irrenanstalt von innen gezeigt bekommen und echte Irre erleben. Alfreds Freund Kissling empfiehlt ihm, seinem Onkel doch die Pension Schöller zu zeigen, deren Gäste so ihre Eigenheiten haben. Klapproth, der die Gäste wirklich für Irre hält, amüsiert sich den Abend lang prächtig.Die Situation läuft jedoch aus dem Ruder, als Klapp-roth, zurück in der Provinz Altötting, von diesen vermeintlichen Irren auf seinem Hof besucht wird. Wer normal und wer verrückt ist, ist in dieser von Thomas Grahammer neu bearbeiteten Komödie, lediglich eine Frage der Perspektive.

Regie

  • Thomas Grahammer

Besetzung

  • Hilde Schwind
  • Peter-F Graf von Schwerin
  • Nicole Reiter
  • Annalena Ziegler
  • Sara Hansbauer
  • Klaus Bernhardt
  • Franziska Weber
  • Peter Grimm
  • Stefan Schinagl
  • Klaus Giglberger
  • Rainer Brunnhuber
  • Sandra Solaja
  • Gaby Heudecker
  • Veronika Hitschfel

Regieassistenz

  • Dustin Schlaweck
  • Daniel Kadinski

Technik

  • Frank Klöbl

Bühnenbau

  • Gerhard Eber

Kostüme

  • Eva Schulze-Dömötor

Maske

  • Patricia Fassoth

Termine

Beschreibung

Wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erzählen… Philip Klapproth, wohlhabender Pensionär aus der Provinz, würde in der Metropole München allzu gerne mal etwas richtig „Durchgeknalltes“ erleben. Allein schon deshalb, um seine angeberischen  Stammtischkumpanen mit einem ungewöhnlichen Erlebnis zu übertrumpfen. Er verspricht seinem Neffen Alfred eine finanzielle Unterstützung für sein neues Geschäft, wenn er ihm dafür Zutritt in eine „Irrenanstalt“ verschafft. Da trifft es sich gut, dass in der Pension Schöller am Abend ein Gesellschaftsabend stattfinden soll. Alfreds Freund, der Maler Kissling, hat eine Idee: Alfred „verkauft“ seinem Onkel nun die Pension Schöller als „Anstalt“, in der sogar gesellige Abende über die Bühne gehen. Die skurrilen Gäste sind mitnichten Psychiatrie-Insassen, pflegen aber ihre exzentrischen Tricks derartig, dass Klapproth sie tatsächlich allesamt für irre hält. Da ist der Major a.D. mit seinem militärischen Gehabe, Eugenia, die angehende Schauspielerin mit Sprachfehler, Josephine, die Herz-Schmerz-Romane schreibt, Bernhard der Weltenbummler und die aufdringliche Amalie, die unbedingt ihre Tochter Friederike unter die Haube bringen will. Aus „normalen“ Gästen entsteht für Klapproth ein zunehmend beängstigendes Panoptikum. Mit dem Gefühl, richtig etwas erlebt zu haben, fährt er wieder in seine ländliche Idylle zurück. Unerwartet mischen die vermeintlichen Geisteskranken seinen Alltag noch einmal kräftig auf und der Wahnsinn hält Einzug in seinem Wohnzimmer. Wie normal und wer verrückt ist, erscheint in dieser ursprünglich 1890 äußerst humorvoll geschriebenen und von Thomas Grahammer neu bearbeiteten Komödie lediglich eine Frage der Perspektive.

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